Junges Gemüse

Geht den Gemüsebauern unter euch das auch so? Wie jedes Jahr stehe ich vor dem Problem, dass ich mehr Gemüse anbauen will, als ich platzmäßig unterbringen kann.

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Tomatenhaus und gemischte Hochbeete 

Wir hatten uns ja vor ein paar Jahren für Hochbeete entschieden, um damit die Arbeit zu reduzieren. Trotzdem kostet der Gemüsegarten ab jetzt mehr Arbeit als der Rest des Gartens. Gießen, hacken, aufbinden, ernten… das alles kostet Zeit, während der Rest des Gartens mit regelmäßigem Rasenmähen und dem gelegentlichen Auszupfen von vorwitzigem Unkraut zufrieden ist. Gegossen wird da höchstens in langen Trockenperioden mal, der Boden ist vollständig bedeckt mit Pflanzen, so dass nicht viel Unkraut aufkommen kann.

Die sechs zur Verfügung stehenden 1qm-Gemüsebeete sind voll: eins für Kohliges und Zwiebliges, eins für gemischtes Salatiges, eins für Chilis, eins für Paprika, eins für Tomatillos und „Flügelerbsen“, eins für Zucchini, Bohnen, Fenchel, Möhren, Pepino, Gurken, Mais, Rote Bete… moment das geht nicht! Ich hab hier zu viel vorgezogenes Gemüse stehen. Vor allem die platzraubenden Zucchini habe ich in meiner Planung vergessen. Wie gut, dass weder die Ananaskirschen (Physalis) noch meine Möhren, noch die Winterheckenzwiebeln gekeimt haben. Sonst wäre die Situation noch dramatischer.

Also dann: die Bohnen kommen unter den Mais. Die andere Hälfte des Beets steht dann für zwei Zucchini zu Verfügung. Im Mexiko stehen Mais, Bohnen und Kürbisse zusammen, soll ja wohl auch in der Kombination mit Zucchini funktionieren. Mist, da steht ja schon Salat, den ich im Frühjahr, als noch alles leer war, dort ausgesät hatte. Der Mangold (ich nenne ihn nur noch „Wunder“-Mangold, weil sich so viele Gäste darüber gewundert haben, wie groß er geworden ist und dass man ihn über den Winter dekorativ stehen lassen kann) soll ja bald raus, dann kommt dann in dem einen Beet der Salat, im anderen der Fenchel hin. Der darf noch besser in seinen Töpfchen einwurzeln. Für die Gurken ist die Idee, einen Maurerkübel zu nutzen, der mit Rankhilfe ins Frühbeet kommt. Letztes Jahr hatte ich dekorative Töpfchen, aber die waren eindeutig zu klein. Bleiben noch die Pepinos – Melonenbirnen – die ich dieses Jahr das erste Mal ausprobiere. Die müssen auch mit einem Kübelplatz vorlieb nehmen, sind aber wohl ganz dekorativ.

Wie jedes Jahr wird es schon werden. Selbstversorger sind wir beim besten Willen nicht, aber es reicht um sich für die eine oder andere Mahlzeit etwas aus dem Garten zu holen und superfrisch zu genießen.

Ich berichte…

 

Besuch im Garten

IMG_1227Geschafft – 5 Stunden offener Garten liegen hinter uns. Das Wetter hat mitgespielt, wir haben einen Sonnenbrand. Wir hatten Besuch von … keine Ahnung… nach 30 Minuten habe ich den Überblick verloren. 50? 60? 70 interessierten Gartenbesuchern. Ein wahrer Ansturm. Es gab ganz viele tolle Gespräche – danke dafür, liebe Besucher! – und viele Komplimente für unseren unkonventionellen Garten. Ein paar Tomaten haben noch ein nettes Zuhause gefunden. Er hat sich aber auch von seiner besten Seite präsentiert.

Für alle die nicht kommen konnten, habe ich anschließend, trotz schmerzender Füße und brennendem Nacken, noch ein paar Fotos gemacht.

Unsere Schattensitzecke unter der Weide (die in diesem Jahr wegen der Schnittarbeiten an der Weide) keinen Schatten hat, habe ich mit Fotos und Solarlampen zu einem „Gartenwohnzimmer“ umgewandelt. Die Schaffelle auf den Sesseln waren für das Wetter natürlich viel zu kuschelig, sorgten aber für die richtige Atmosphäre. Der Deckchair unter den Apfelbaum wurde zwar von den Gästen nicht genutzt, strahlte aber auch Entspannung aus.

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Das improvisierte Gartenwohnzimmer – mit Bildern an den Wänden

Gern fotografiert wurden die vielen Dekoelemente, die im Garten mehr oder weniger versteckt sind.

Aber die eigentlichen Stars waren natürlich die Blumen, die Anlass für viele Gespräche und Fragen waren. besonders oft wurde nach unseren Nelkwurzen gefragt, die aber auch unübersehbar in den Beeten leuchteten. Das rote ist übrigens Geum x cultorum „Red Wings“, das orangene Geum x cultorum „Prinses Juliana“. Beeindruckend ist auch der Zierwert unseres über den Winter in den Beeten stehen gelassenen Mangolds. Mit seinen leuchtend roten Stielen hätte er auch einen Platz in den Staudenbeeten haben können. Allerdings werde ich ihn rausnehmen, sobald er anfängt sich zu Versamen. Die Akeleien fangen an zu hybridisieren, so dass eine eindeutige Benennung für die meisten nicht mehr möglich ist. Da wir gerade „zwischen zwei Blütenhöhepunkten“ sind, sind es eben die kleinen hübschen Blüten, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Termin am letzten Sonntag im August, wenn wir unseren Garten im Spätsommerlook präsentieren können. Vielleicht kommt da ja der eine oder andere von euch vorbei!

Einladung zum offenen Garten

flyer2017Wie anfangen nach so langer Blog-Pause… Einfach als hätte es sie nicht gegeben? Verabschiedet habe ich mich vor gut einem Jahr mit dem Beitrag „Ruhe nach dem Sturm“ (der nie veröffentlicht wurde…) und heute schreibe ich eine kleine Vorschau auf unseren Tag der offenen Gartenpforte 2017.

Am 21.05.2017 ist es soweit – wir öffnen wieder von 12 – 17 Uhr unseren Garten für interessierte Besucher. Nebenbei gibt es auch eine kleine Fotoausstellung mit Fotos aus 5 Jahren Garten am Roten Haus.
Ich bin noch nicht sicher, was am Sonntag alles (immer) noch oder schon blühen wird – das kalte Frühjahr hat den Garten ganz schön zurück geworfen. Dafür hoffe ich auf eine reich blühende Cercis (unser roter Judasbaum, der ein paar Jahre mickerte und im letzten Jahr einen richtigen Schuss gemacht hat), viele Margeriten, die sich bis dahin noch öffnen und eventuell auch schon die ersten Pfingstrosenblüten. Der Kugellauch steht in den Startlöchern – sollte, noch ein paar schöne Tage vorausgesetzt, noch klappen. Vielleicht kommen sogar die Tomaten noch in das Tomatenhaus und die Chilis noch in ihre Beete. Und dann kann es losgehen.

Damit ihr Lust bekommt, dieses Jahr vorbei zuschauen, habe ich noch ein paar Fotos aus dem Frühjahr – damit ihr wisst, was ihr alles NICHT mehr zu sehen bekommt 😀

 

Erster Blogbeitrag – Umzug!

Ich bin umgezogen. Mit dem Blog, hierher. Keine Ahnung, warum ich so lange gewartet habe. Das Bloggen über den Garten macht mir ja eigentlich Spaß, aber Blogger hat mit seiner unsäglichen Bildverwaltung mir diesen Spaß im letzten jähr gründlich verleidet. Stundenlanges gefrickelt, damit die Bilder geordnet und in einem brauchbaren Format zu sehen sind, da hatte ich keine Lust mehr zu.

Aber jetzt wird bestimmt alles wieder gut – ab sofort erscheint der Blog unter neuem Namen und Layout hier bei WordPress.  Alle alten Texte und Infos liegen bis auf weiteres noch bei Blogger unter der alten Adresse.